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Ludwig Wittgenstein: Tractatus - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 125893 Kurztext
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Turnus Veranstaltungsanmeldung Keine Veranstaltungsbelegung im LSF
Credits
Termine Gruppe: iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Turnus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
iCalendar Export für Outlook -.  bis  woch       Keine festen Seminarzeiten; Keine Präsenzveranstaltung.  
Gruppe :
 
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Nortmann, Ulrich , Univ.-Prof. Dr. phil.
Sturm, Holger , Univ.-Prof. Dr. phil.
Zuordnung zu Einrichtungen
Philosophie
Inhalt
Kommentar

Der 1921 erstveröffentlichte Tractatus logico-philosophicus, die Logisch-philosophische Abhandlung, ist ein auffallendes, ja exzentrisch wirkendes Werk.

Mit der Chuzpe eines jungen Gipfelstürmers bringt der Autor, der dreißigjährige Ludwig Wittgenstein, im Vorwort den Anspruch zum Ausdruck, die philosophischen Probleme "im Wesentlichen endgültig gelöst" zu haben  –  weil diese ja doch (nur?) auf einem falschen Verständnis der Logik der Sprache beruhten.

Zu dieser Diagnose passend geht es im Verlauf der Abhandlung unter anderem darum zu sagen, wie man die Logik der Sprache und damit auch so etwas wie die Logik der Welt selbst sichtbar machen kann. Die Welt, so lautet eine ontologische Kernthese des Wittgenstein dieser Phase, besteht aus Tatsachen, von denen wir uns mit Sätzen sprachliche Bilder machen können. Und was, wenn sich etwas diesem Abbildungsmedium nicht fügen will? Dann geht es ans Unaussprechliche, und dieses Unaussprechliche scheint Wittgenstein am Ende viel wichtiger zu sein, als man es von jemandem erwarten würde, der sein Denken an den Schriften Freges und Russells geschult hat.

Der Tractatus soll in diesem von zwei Lehrenden gemeinsam angebotenen Seminar gründlich interpretiert, auf seine Beziehungen zu den Theoriebildungen Freges, Russells und anderer hin befragt sowie in seiner Eigentümlichkeit zum Sprechen gebracht werden.

Wenn Sie dabei mitarbeiten möchten, dann besorgen Sie sich bitte rechtzeitig den Text in einer der vorliegenden, preisgünstigen Taschenbuchausgaben; und riskieren Sie vielleicht auch schon vorab einen Blick hinein.

Das Seminar soll weitgehend online in Form von Videokonferenzen auf der Plattform MS-Teams durchgeführt werden. Dies gilt insbesondere auch für die Einführungssitzung, die am Donnerstag, dem 5. November, von 10:15 bis 11:45 stattfinden wird. In dieser Sitzung sollten wir uns u.a. über weitere Möglichkeiten, die Veranstaltung zu gestalten, verständigen.
Der Kode, mit dem Sie sich für dieses Seminar bei MS-Teams anmelden können, wird rechtzeitig bei Moodle bekanntgegeben.

Zusatz von U. Nortmann am 26. 10. 20: Mein Kollege H. Sturm wird entgegen der ursprünglichen Ankündigung in diesem Semester leider doch nicht für ein gemeinschaftlich durchzuführendes Wittgenstein-Seminar zur Verfügung stehen. Ausschlaggebend dafür sind auf seiner Seite eine starke Inanspruchnahme durch administrative Tätigkeiten sowie Zweifel daran, ob sich Wittgensteins Text auf produktive Weise im Rahmen eines Online-Seminars mit MSTeams-Sitzungen behandeln lässt.

Ich teile diese Zweifel und möchte folgendes Kompromiss-Angebot machen. Wir können uns  -  wenn Sie so wollen: als Seminar zur Vorbereitung eines später, nach dem Ende der Corona-Misere, denkbaren Tractatus-Seminars im Präsenzmodus  -  wenigstens einen Teil des Texts, etwa die ungefähre erste Hälfte bis zur Ziffer 4.53 einschließlich, auf der Grundlage schriftlicher Materialien erarbeiten, die ich von Woche zu Woche auf der Lernplattform Moodle zur Verfügung stellen kann. Sie würden in der Regel freitags (wobei Abweichungen um einen Tag voraus oder zurück nicht augeschlossen sind) von mir eine eher kurze Textpassage zur Lektüre aufgegeben bekommen, evtl. mit Hinweisen kombiniert, die Ihnen die Lektüre erleichtern; am jeweils darauffolgenden Freitag würde ich Ihnen Erläuterungen, Interpretationsvorschläge, Gesichtspunkte für eine mögliche Sachdiskussion und dergleichen in verschriftlichter Form an die Hand geben. Sollten bei dieser Vorgehensweise an irgendeiner Stelle noch Fragen zum Text offenbleiben, so können Sie sich gern per Email an mich wenden (allerdings bitte nicht über Moodle, sondern auf dem normalen Email-Weg). Ich werde dann individuell antworten oder auch, wenn sich Fragen bündeln lassen und die Antworten mir von allgemeinerem Interesse zu sein scheinen, meine Antworten in das für alle bereitzustellende Lehrmaterial aufnehmen.

Am Ende haben Sie, wenn Sie eine verbuchbare Leistung erbringen und die entsprechenden CP erwerben wollen, wie bei einem normalen Seminar die Möglichkeit, über eine Tractatus-Thematik, über die man sich zu gegebener Zeit verständigen müsste, eine Hausarbeit zu schreiben.

Falls Sie diesem Kompromiss-Angebot etwas abgewinnen können, müssten Sie sich bitte rechtzeitig bei Moodle anmelden, um Zugriff auf die Lehrmaterialien zu bekommen.


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2020/21 , Aktuelles Semester: SoSe 2021