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Platon: Theätet - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 125899 Kurztext
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Turnus Veranstaltungsanmeldung Keine Veranstaltungsbelegung im LSF
Credits
Termine Gruppe: iCalendar Export für Outlook
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Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Do. 12:00 bis 14:00 woch          
Gruppe :
 
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Speith, Timo , B.A., M.Sc.
Zuordnung zu Einrichtungen
Philosophie
Inhalt
Kommentar

Aus Alfred North Whiteheads Buch Prozess und Realität (Process and Reality) stammt das folgende berühmte Zitat: "Die sicherste allgemeine Charakterisierung der philosophischen Tradition Europas lautet, dass sie aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon besteht." Der Dialog von Platon, um den es in diesem Seminar gehen soll, ist ein Musterbeispiel dafür, dass diese These vielleicht nicht so weit hergeholt ist, wie sie zuerst aussieht. Sokrates möchte im Gespräch mit dem jungen Mathematiker Theätet herausfinden, was Wissen ist. Über Umwege und nach vielen Problemen kommen sie schließlich einer Antwort erschreckend nahe, die derjenigen, die bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts unumstritten war, sehr ähnelt. Das, was Platon in seinem Dialog Theätet (Theaitetos) an Thesen äußert, hatte also auch über 2000 Jahre nach dessen Entstehung (ca. im Jahre 370 vor Christus) noch Aktualität. Letztendlich verwerfen Sokrates und Theätet die genannte Antwort jedoch und der Dialog geht scheinbar ergebnislos aus. Ob eine solche Einschätzung jedoch geteilt werden muss, ist höchst fraglich.

Wie bereits gesagt, ist der Weg zu der fraglichen Antwort lang und beschwerlich. Ein großer Teil des Dialogs wird darauf aufgewandt, die These des erkenntnistheoretischen Relativismus anzugreifen. Dieser These zufolge ist die (sinnliche) Beschaffenheit eines Objekts immer abhängig vom jeweiligen Wahrnehmenden. Die Dinge wären demnach so, wie sie jedem Betrachter für sich genommen erscheinen, und weiter gäbe es nichts über sie zu sagen. Sollte es gegenüber dieser bloßen Erscheinung aber nicht wirkliches Wissen von den Dingen geben können? Ein Wissen, das unabhängig von subjektiven Perspektiven besteht? Ein Wissen, dass vielleicht in geeigneter Weise aus gerechtfertigten Überzeugungen von der objektiven Beschaffenheit der Dinge besteht? Lasst uns Sokrates und Theätet auf der Reise durch diese Fragen begleiten!

In diesem Seminar soll der namensgebende Dialog inhaltlich erschlossen und systematisch diskutiert werden. Der Text des Seminars ist die unten angegebene, von E. Martens übersetzte und herausgegebene Ausgabe bei Reclam.

 

Literatur:

Platon, Theätet; griechisch-deutsch hg. und übers. von E. Martens; Reclam, Stuttgart 2003.

McDowell, J., Plato, Theaetetus; Übers. und Kommentar; Oxford 1973.


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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2020/21 , Aktuelles Semester: SoSe 2021