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Kurie, Kaiser und Kommune. Herrschen und Erneuern im Rom des 12. Jahrhunderts - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar / Oberseminar Langtext
Veranstaltungsnummer 144784 Kurztext
Semester WiSe 2023/24 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Turnus Veranstaltungsanmeldung Veranstaltungsbelegung im LSF
Credits
Belegungsfrist Einfaches Belegverfahren Geschichte    15.09.2023 - 31.10.2023   
Termine Gruppe: iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Turnus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Mi. 14:00 bis 16:00 woch 24.10.2023 bis 06.02.2024  Gebäude B3 1 - SEMINARRAUM 2.17        
Gruppe :
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Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Zöller, Wolf , Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Geschichte
Inhalt
Kommentar

Inhalt:

Die ewige Stadt, einstmals unangefochtener politischer, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt eines Weltreiches, hatte sich im Verlauf des Mittelalters stark verändert. Was war nach Jahrhunderten der Transformation im 12. Jahrhundert geblieben von Ruhm, Glanz und Wunderwerken der alten Zeit, mit welchen sich Römerinnen und Römer in Gestalt der Ruinen alltäglich konfrontiert sahen? Seit der Spätantike galt die römische Kirche als Hort christlicher Tradition und Sitz der höchsten geistlichen Autorität auf Erden, doch auch die römisch-deutschen Könige und Kaiser erhoben Anspruch auf das Erbe des antiken römischen Imperiums. Die als Investiturstreit bekannte Eskalation des Gegensatzes der beiden mittelalterlichen Universalgewalten prägte auf lange Sicht die Geschichte des hochmittelalterlichen Rom, allerdings trat zu dieser Dichotomie mit der römischen Kommune Mitte des 12. Jahrhunderts eine dritte Instanz hinzu. Eine neue Ordnung, ja eine neue Stadt, kündigte sich an.

Kommentar:

Im Seminar wird mithilfe verschiedener Erklärungsansätze und -modelle der Prozess der Herausbildung eines neuartigen urbanen Gepräges im Rom des 12. Jahrhunderts im gemeinsamen Quellen- und Literaturstudium untersucht. Ein Schwerpunkt bildet dabei der noch in der politischen Kultur der Gegenwart omnipräsente, heute wie damals geradezu inflationär gebrauchte, im Mittelalter jedoch primär christlich konnotierte Begriff der „Reform“. Als renovatio Romae, renovatio senatus oder renovatio imperii diente das Konzept sowohl den Päpsten, den Monarchen von jenseits der Alpen als auch den lokalen „bürgerlichen“ Mittelschichten immer wieder als Bezugspunkt.

Die Lektüre von Texten unterschiedlichster Gattungen (Papstviten bzw. -gesten, Briefe, liturgische Ordnungen, Papst- und Königs-/Kaiserurkunden, Statuten etc.) sowie die eigenständige Auseinandersetzung mit einschlägigen Forschungsbeiträgen bilden die Grundlage für sowohl kritische Reflexion und Diskussion als auch Dialog und Austausch über die zeitgenössische Deutung und Durchsetzung der Erneuerung Roms in allen Sphären des gesellschaftlichen Lebens, von Kunst und Architektur, über Ritual und Gottesdienst bis hin zu Rechtsprechung und Herrschaftsvorstellungen.

 

Literatur

Literatur:

Überblicksdarstellungen zur Geschichte Roms im Mittelalter:

Hendrik W. Dey: The Making of Medieval Rome. A New Profile of the City, 400-1450, Cambridge 2021.

Richard Krautheimer: Rome. Profile of a City, 312-1308, Princeton 1980.

Chris Wickham: Medieval Rome. Stability and Crisis of a City, 900-1150, New York 2014.

Zum hochmittelalterlichen Rom und seinen Erneuerungsbewegungen:

Robert L. Benson u. Giles Constable (Hgg.), Renaissance and Renewal in the Twelfth Century, Oxford 1982.

Ernst D. Hehl u. Hubertus Seibert (Hgg.): Das Papsttum in der Welt des 12. Jahrhunderts (Mittelalter-Forschungen 6), Stuttgart 2002.

Jean-Claude Maire Vigueur: The Forgotten Story. Rome in the Communal Period (Viella History, Art and Humanities Collection 2), Rom 2016.

Jürgen Petersohn: Kaisertum und Rom in spätsalischer und staufischer Zeit. Romidee und Rompolitik von Heinrich V. bis Friedrich II. (Monumenta Germaniae Historica. Schriften 62), Hannover 2010.

Bernhard Schimmelpfennig u. Ludwig Schmugge (Hgg.): Rom im hohen Mittelalter. Studien zu den Romvorstellungen und zur Rompolitik vom 10. bis zum 12. Jahrhundert, Sigmaringen 1992.

Mary E. Stroll: Symbols as Power. The Papacy following the Investiture Contest (Brill's Studies in Intellectual History 24), Leiden 1991.

Jürgen Strothmann: Kaiser und Senat. Der Herrschaftsanspruch der Stadt Rom zur Zeit der Staufer (Archiv für Kulturgeschichte. Beiheft 47), Köln 1998.

 

Voraussetzungen

Regelmäßige Teilnahme

Lateinkenntnisse

 

Leistungsnachweis

Referat und/oder Hausarbeit (?)


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2023/24 , Aktuelles Semester: SoSe 2024