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Die Geburt der Konsumgesellschaft, 1600-1800 - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Proseminar Langtext
Veranstaltungsnummer 150682 Kurztext
Semester SoSe 2024 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 20 Max. Teilnehmer/-innen 20
Turnus Veranstaltungsanmeldung Veranstaltungsbelegung im LSF
Credits
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Einfaches Belegvefahren Geschichte    15.03.2024 - 30.04.2024    aktuell
Termine Gruppe: iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Turnus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Di. 14:00 bis 16:00 woch 16.04.2024 bis 23.07.2024  Gebäude B3 1 - SEMINARRAUM 3.19        
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Di. 12:00 bis 14:00 woch 23.04.2024 bis 23.07.2024  Gebäude B3 1 - SEMINARRAUM 3.19     Tutorium  
Gruppe :
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Hahn, Philip, Univ.-Professor, Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Geschichte
Inhalt
Kommentar

Wie ist unser modernes Konsumverhalten entstanden? Wie weit reichen seine Ursprünge zurück, und wo sind sie zu verorten? Über diese Fragen wird bereits seit mehreren Jahrzehnten in der historischen Forschung diskutiert. Bereits in den beiden Jahrhunderten zwischen 1600 und 1800 lässt sich in Nordwesteuropa ein deutlicher Anstieg des kommerziellen Konsums beobachten, der immer breitere Gesellschaftsschichten erfasste. Nicht nur in den Städten, sondern auch im ländlichen Raum steigerten Menschen ihre Produktivität, um sich Konsumgüter leisten zu können, darunter auch Waren aus fernen Ländern außerhalb Europas wie Kaffee, Tee, chinesisches Porzellan, Baumwoll- und Seidenstoffe. Wachsende Nachfrage in Europa erscheint hier also als historisch wirkmächtige Kraft, die die globale Vernetzung der Wirtschaft vorantrieb und Gesellschaften sowohl in Europa als auch in Asien, Afrika und den Amerikas transformierte.

Doch ganz so einfach ist die Geschichte nicht. Forschungen zum Konsumverhalten in anderen Weltregionen, vor allem in Asien, haben Zweifel an dieser eurozentrischen Erzählung vom Ursprung des modernen Konsums aufkommen lassen. Zudem wird in der Rückschau deutlich, dass die These einer frühneuzeitlichen „Konsumrevolution” in der Zeit des Kalten Krieges entstand und den modernen Massenkonsum als Ergebnis (und Ziel) langfristiger Entwicklungen in der westlichen Welt erscheinen ließ. Aus heutiger Perspektive und im Bewusstsein der globalen Auswirkungen dieses Massenkonsums ist diese optimistische Interpretation einer zielgerichteten Geschichte problematisch.

In diesem Proseminar setzen wir uns also nicht nur mit der frühen Geschichte eines aktuell relevanten Phänomens auseinander, sondern machen uns auch bewusst, wie sich die Herangehensweise der Forschung an dieses Phänomen in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Wir werden zeitgenössische Text- und Bildquellen interpretieren, die effiziente Lektüre und Auswertung von Forschungsbeiträgen trainieren und im Lauf des Semesters auf die Entwicklung einer Fragestellung für die Hausarbeit hinarbeiten.

Im Rahmen des Proseminars besteht die Möglichkeit (keine Verpflichtung) der Teilnahme an einer Exkursion nach Amsterdam, Zentrum des globalen Handels und bürgerlicher Konsumkultur im Europa des 17. Jahrhunderts (17.–21.07.24, gemeinsam mit der Übung von Dr. Justus Nipperdey).

Literatur

Jan de Vries, The Industrious Revolution: Consumer behavior and the household economy, 1650 to the present, Cambridge 2008; Michael Kwass, The Consumer Revolution, 1650–1800, Cambridge 2022; Wouter Ryckbosch, Early Modern Consumption History: Current Challenges and Future Perspectives, in: Low Countries Historical Review 130-1 (2015), 57–84.

Bemerkung

Materialien werden via MS Teams zur Verfügung gestellt. Nach Ihrer Zulassung zur Veranstaltung werden Sie zum Team zugelassen.

Voraussetzungen

Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Forschungstexte.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 27 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2024 gefunden:
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