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„Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen“ – vom Wert der Arbeit in der Frühen Neuzeit - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Proseminar Langtext
Veranstaltungsnummer 150888 Kurztext
Semester SoSe 2024 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 20 Max. Teilnehmer/-innen 20
Turnus Veranstaltungsanmeldung Veranstaltungsbelegung im LSF
Credits
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Einfaches Belegvefahren Geschichte    15.03.2024 - 30.04.2024    aktuell
Termine Gruppe: iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Turnus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Di. 12:00 bis 14:00 woch 23.04.2024 bis 23.07.2024        Tutorium  
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Do. 14:00 bis 16:00 woch 18.04.2024 bis 25.07.2024  Gebäude B4 1 - Seminarraum 0.02.1        
Gruppe :
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Sauder, Anne
Zuordnung zu Einrichtungen
Geschichte
Inhalt
Kommentar

„Denn als wir bei euch waren, haben wir euch die Regel eingeprägt: Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“ In diesem Satz, den der Apostel Paulus an die Tessalonicher geschrieben haben soll und der von geistigen Einflussnehmern wie Juan Luis Vives (1493 – 1540) und Martin Luther (1483 – 1546) wiederholt wurde, lassen sich verschiedene Bedeutungsebenen von Arbeit erkennen: Arbeit war sowohl ökonomische Notwendigkeit als auch moralische Pflicht. Wer Teil der Gesellschaft sein wollte, musste sich an der Wertschöpfung beteiligen. Dabei wurde Arbeit nicht ausschließlich als bezahlte oder Einkommen schaffende Aktivität definiert. Auch gelehrte, klerikale oder staatstragende Tätigkeiten und die Koordination eines Haushaltes berechtigten das Individuum zur gesellschaftlichen Teilhabe und sogar Bettel konnte in bestimmten Situationen als legitim angesehen werden. Zugleich wurden versklavte Menschen trotz ihrer Arbeitsleistung nicht als Teil der Gesellschaft wahrgenommen.  Welche Arbeit für welches Individuum als angemessen galt, war abhängig von dessen Geschlecht, Standeszugehörigkeit, Alter, Personenstand, Herkunft und von vielen anderen, mehr oder weniger subtilen Identitätsmarkern. Im Kern des Proseminars steht die Frage: Welche Bedeutung und welchen Wert hatte das Konzept „Arbeit“ für die Menschen in der Frühen Neuzeit?

Literatur

Literatur: Bert De Munck/Thomas Max Safley (Hrsg.), A Cultural History of Work in the Early Modern Age (A Cultural History of Work 3). London/New York 2019, Merridee L. Bailey/Tania M. Colwell/Julie Hotchin (Hrsg.), Women and Work in Premodern Europe. Experiences, Relationships and Cultural Representation. London 2017,

Bemerkung

Als Prüfungsleistung werden die regelmäßige, aktive Teilnahme am Seminar sowie die Anfertigung einer Hausarbeit zu Semesterende gefordert. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zur Lektüre englischer und deutscher Fachliteratur. Bitte beachten Sie auch, dass die Teilnahme am Tutorium verpflichtend ist. Das Tutorium findet in Geb. B3 1, Raum 3.19, zusammen mit dem Tutorium zum PS  Die Geburt der Konsumgesellschaft, Dozent Prof. Hahn,  statt.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 24 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2024 gefunden:
Die Überschrift TM 1: Proseminar aufklappen TM 1: Proseminar  - - - 10
Die Überschrift TM 1: Proseminar aufklappen TM 1: Proseminar  - - - 23
Die Überschrift Geschichte aufklappen Geschichte  - - - 24