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Seuchen und Epidemien in moderner und postmoderner Literatur - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Langtext
Veranstaltungsnummer 125284 Kurztext
Semester WiSe 2020/21 SWS
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Turnus Veranstaltungsanmeldung Veranstaltungsbelegung im LSF
Credits
Termine Gruppe: iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Turnus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Mi. 08:30 bis 10:00 s.t. woch 04.11.2020 bis 03.02.2021           
Gruppe :
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Solte-Gresser, Christiane , Univ.-Prof. Dr. phil.
Zuordnung zu Einrichtungen
Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (ehem. 4.5)
Inhalt
Kommentar

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Romanen des 20. und 21. Jahrhunderts, die von Epidemien erzählen. Um solche modernen und postmodernen Erzählungen umfassend verstehen zu können, ist allerdings zunächst ein Blick in weiter zurückliegende Epochen nötig. Denn erst vor dem Hintergrund antiker und mittelalterlicher 'Seuchentexte' werden die historischen Traditionen, aber auch die Besonderheiten jüngerer und jüngster Literatur in der Auseinandersetzung mit der Thematik erkennbar.


Die Bedrohung durch Seuchen, Epidemien und Pandemien kann über Jahrhunderte und Kulturgrenzen hinweg in der Literatur als besonders virulentes Thema gelten. Ein durchgehendes Moment scheint stets die Stabilität bzw. Fragilität menschlicher Gemeinschaften zu sein – ihrer Bedingungen, ihrer Ordnung, ihrer Werte und ihrer Grenzen –, die durch die (Gefahr einer) Infektion radikal in Frage gestellt werden. Figuren wie Leser*innen sind durch solche Texte herausgefordert, sich in pandemieartigen Bedrohungsszenarien zurechtzufinden, die gegenwärtige, eigene Situation zu diesen ins Verhältnis zu setzen, sich zu den damit einhergehenden Deutungsversuchen zu verhalten und eventuelle Alternativen zu imaginieren.


Wir fragen in diesem Kontext nach Formen und Funktionen der ästhetischen Auseinandersetzung mit Epidemien und richten hierfür das Augenmerk ganz besonders auf die Reflexion und Transformation von inneren und äußeren Grenzen, anhand derer sich in den einzelnen Texten das Selbst- und Weltbild im Angesicht der Epidemie formt.

Literatur

Folgende (chronologisch geordnete) Romane sind Teil des Seminar-Korpus und empfehlen sich – in einer beliebigen Textausgabe – vorab zur Lektüre:

  • Albert Camus: La Peste, Paris: Gallimard 1947 (deutsch: Die Pest, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt
    1958).
  • Jose Saramago: Ensaio sobre a Cegueira, Lissabon: Editorial Caminho 1995 (deutsch: Die Stadt der
    Blinden, München: btb 2015).
  • Philip Roth: Nemesis, London: Jonathan Cape 2010 (deutsch: Nemesis, Reinbek bei Hamburg:
    Rowohlt 2012).
  • Nicole Flattery: „Not yet the End”, in: Nicole Flattery: Show them a Good Time, London:
    Bloomsbury 2019 (bislang nicht ins Deutsche übersetzt).
  • John Ironmonger: Not forgetting the Whale, London: Weidenfeld & Nicolson 2015 (deutsch: Der Wal und das Ende der Welt, Frankfurt am Main: S. Fischer 2019)
  • Thomas Glavinic: Der Corona Roman (2020)
    https://www.welt.de/kultur/article206628297/Thomas-Glavinic-Corona-Roman-Teil-1.html

Bemerkung

Das Seminar wird digital über MS Teams stattfinden. Sie werden von der Dozentin kurz vor Vorlesungsbeginn zur Veranstaltung eingeladen, haben ab dann automatisch Zugang zu allen Dokumenten und werden zur jeweiligen Seminarzeit, also mittwochs um 8 Uhr 30, von der Dozentin kontaktiert, um am Online-Seminar teilzunehmen. Bei Fragen können Sie sich gerne im Chat-Kanal des Kurses (oder auch per E-Mail) an die Dozentin wenden.


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Die Veranstaltung wurde 8 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2020/21 gefunden: