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Muster-Hochschule
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Medien und... Zerstörung - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Vorlesung Langtext
Veranstaltungsnummer 145138 Kurztext
Semester WiSe 2023/24 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 20 Max. Teilnehmer/-innen 20
Turnus Veranstaltungsanmeldung Veranstaltungsbelegung im LSF
Credits
Sprache Deutsch
Termine Gruppe: iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Turnus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Mo. 16:00 bis 18:00 woch Gebäude B3 2 - Seminarraum 1.07        
Gruppe :
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Nesselhauf, Jonas , Dr. phil.
Zuordnung zu Einrichtungen
Kunst- und Kulturwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Wohl jedes künstlerische Arbeiten lässt sich vereinfacht als kreative Schöpfung eines ästhetischen und damit vollständigen Werks verstehen: Im literarischen Schreiben, Malen oder Komponieren, ebenso auch in Architektur oder Fotographie, Bildhauerei oder Tanz, Film oder Comic entsteht ›etwas‹, dessen ästhetischer ›Wert‹ sich nicht zuletzt über die harmonische ›Stimmigkeit‹ der Proportionen und Effekte, und damit über eine ideale Vollständigkeit und diskursive Abgeschlossenheit zu bestimmen scheint.

Ab der Moderne, besonders mit den (Neo-)Avantgarden des 20. Jahrhunderts, entwickeln sich nun jedoch Schreib- und Darstellungsverfahren des absichtlichen Fragments, arbeiten Künstler:innen mit Säure und Sprengstoff oder dekonstruieren in der subversiven Übernahme von industriell-kapitalistischen Logiken der Destruktion die ›eigene‹ mediale und materielle Grundlage. In der extremsten Erscheinungsform entsteht das »opera aperta« (Umberto Eco) dabei (un)mittelbar im und durch den reziproken Prozess der eigenen Zerstörung — als ephemeres Artefakt, das sich radikal den jeweiligen medialen Konventionen und ästhetischen Verständnissen verweigert und so die Literatur-, Film- oder Musikgeschichtsschreibung herausfordert wie den Kunstmarkt provoziert.

Das Seminar möchte sich diesem seltsamen Phänomen mit theoretischen Ansätzen annähern und exemplarische Fallbeispiele mit einem Schwerpunkt auf dem 20. und frühen 21. Jahrhundert (etwa John Cage, Jean Tinguely, Niki de Saint Phalle, Marta Minujín, Gustav Metzger, Eva Hesse, Nathalie Sarraute, Marina Abramovic, Ulay, Ann Demeulemeester, Andy Goldsworthy, Jonathan Safran Foer, Banksy) medienvergleichend diskutieren.

Bemerkung

BA HoK, Kernfach MKW: Informationen zum Modul und zu Prüfungsleistungen finden sich in der Übersicht online: https://www.uni-saarland.de/lehrstuhl/nesselhauf/studium/medienkulturwissenschaft.html

BA Europawissenschaften, Wahlpflichtbereich MK: Informationen zum Modul und zu Prüfungsleistungen finden sich in der Übersicht online: https://www.uni-saarland.de/lehrstuhl/nesselhauf/studium/europawissenschaften.html


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2023/24 , Aktuelles Semester: SoSe 2024